Geh ins Grün des Waldes und du wirst Heilung erfahren, allein indem du dort bist und atmest.

Hildegard von Bingen

In den 80ziger Jahren wurde ShinrinYoku in Japan entwickelt und gehört dort mittlerweile zur Präventions- und Heilmedizin. Wissentschaftlich sind die positiven Effekte des Waldbadens auf Körper, Seele und Geist bewiesen.

Schon durch einen kurzen Aufenthalt in der Atmosphäre des Waldes beginnt der Adrenalinspiegel zu sinken. Zeitgleich erhöht sich die Anzahl der natürlichen Killerzellen des Immunsystems, während die vorhandenen Killerzellen nach dem Waldbesuch aktiver werden als zuvor. Das Niveau der Anti-Krebs-Proteine steigt, der Blutdruck sinkt, die Ausschüttung von Stresshormonen wird verringert, auch Schmerzen können verringert werden.

Der Wald-Aufenthalt hat ebenfalls eine heilende Wirkung auf Geist und Seele, er führt zu einer verbesserten Intuition und Ausgeglichenheit. Durch eine gesteigerte Aufmerksamkeit, regenerieren sich die geistigen Kräfte. Die Anfälligkeit für psychosomatische Erkrankungen sinkt signifikant.

Der Grund für die heilsame Auswirkung auf den menschlichen Organismus und das menschliche Immunsystem liegt in der natürlichen Kommunikation durch Terpene, dies ist eine chemische Stoffgruppe der sekundären Pflanzenstoffe mit über 40.000 Vertretern. Terpene sind u.a. in ätherischen Pflanzenölen zu finden. Pflanzen geben Terpene ab, um sich beispielsweise vor Sonneneinstrahlung oder Fressfeinden wie Insekten zu schützen. Das menschliche Immunsystem kann die chemischen Verbindungen der Terpene ebenfalls entziffern und reagiert gleichfalls mit gesteigerter Immunabwehr, da der Mensch Teil des natürlichen Zyklus ist.